Portal für Forstfachleute

Diplom-Ingenieur (FH) / Diplom-Ingenieur (FH) Fachrichtung Forstwirtschaft


Berufsbild
Der überwiegende Teil der Arbeitsplätze für Diplom-Ingenieurinnen und Diplom-Ingenieure der Fachrichtung Forstwirtschaft findet sich bei den Forstdienststellen von Bund, Länder und Gemeinden sowie bei privaten Forstbetrieben. In den Landesforsten sind ihnen als Revierleiter hauptsächlich die Aufgaben der Bewirtschaftung des Landeswaldes und der Betreuung des Körperschafts- und Genossenschaftswaldes übertragen. Weitere Einsatzgebiete sind die Bereiche Waldökologie und Waldnaturschutz, Umweltbildung und Waldinformation, Maschineneinsatz sowie forstliche Verwaltung in den verschiedensten Bereichen der Landesforsten und des Landwirtschaftsministeriums.

Größere Kommunal- und Privatforstbetriebe beschäftigen Diplom-Ingenieurinnen/Ingenieure als Büro-, Revier- oder Gesamtleiter des Forstbetriebes. Die Landwirtschaftskammern setzen sie hauptsächlich als Bezirksförster zur Beratung und Betreuung des Privatwaldes ein.

Berufsaussichten
Wie bei den Diplomforstwirten übertrifft die Zahl der Bewerber den Bedarf des Arbeitsmarktes um ein Vielfaches. Kontinuierliche Rationalisierung im Forstbetrieb und die angespannte Haushaltslage machen Personaleinsparungen auch in den nächsten Jahren wahrscheinlich.
Einen Einstellungskorridor gibt es auch in dieser Laufbahn in Niedersachsen z.Zt. nicht.
Für dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des klassischen Forstbereiches gibt es begrenzte Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Holzindustrie, des Holzhandels und bei den Herstellern von Forstmaschinen sowie in forstlichen Lohnunternehmen. Die Konkurrenz um Arbeitsplätze in diesen Sparten ist jedoch sehr groß.

Fachhochschul-Studium
Das Studium "Forstwirtschaft" wird mittlerweile von fünf Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland angeboten: Fachhochschule Hildesheim/Holzminden in Göttingen, Fachhochschule Weihenstephan in Freising, Fachhochschule Eberswalde, Fachhochschule Rottenburg am Neckar und Fachhochschule Schwarzburg (interne Ausbildung der thüringischen Landesforstverwaltung).

Das Studium besteht aus dem Grund- und dem Hauptstudium, wobei je nach Fachhochschule ein Praktikum vor dem Studium abzuleisten ist, oder sog. Praxissemester in das Studium integriert sind. Mit Ausnahme der Fachhochschule Schwarzburg dauert das Studium 8 Semester. Das Fachhochschulstudium schließt mit einer Diplomprüfung, einem Bachelor oder Master ab. Dabei muss eine praktisch-technische Ausrichtung des Studienganges erkennbar sein, die die wesentlichen Elemente einer beruflichen Verwendung im gehobenen Leitungsbereich des praktischen Forstbetriebes, aber auch Grundlagen für eine Spezialisierung in funktionalen Bereichen einer Forstverwaltung beinhaltet.
Nähere Informationen zum Studium bieten die Internetseiten der Forstlichen Fachhochschulen.

Vorbereitungsdienst
Als Voraussetzung für eine Verwendung in den Landesforsten oder bei der Landwirtschaftskammer schließt sich ein einjähriger Vorbereitungsdienst bei diesen Verwaltungen an. Der Vorbereitungsdienst gliedert sich in verschiedene Ausbildungsabschnitte und Fachlehrgänge, den Abschluss bildet die Laufbahnprüfung.


Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung